Interview mit Esther Kochte

Realismus ist ein Placebo − mit dem Effekt der Selbstbeschränkung

Was kann ThetaFloating?

ThetaFloating bringt dich systematisch in Resonanz mit den Absichten deiner Seele, also dem, was du im tiefsten Innern sein willst. Viele wissen heute um das Gesetz der Anziehung und appellieren an die Kraft des positiven Denkens. Affirmationen sind allerdings wie Puderzucker − ein Seufzer von den Niederungen des Ego und ihre Power zerstobt in alle Winde. Es sind unsere unbewussten Selbst-Verhaftungen und Emotionen, die den natürlichen Energiefluss blockieren. Diese gilt es, auf Zellebene aufzulösen und damit unsere verborgenen Ressourcen zu aktivieren. Das alles gelingt im Theta-Zustand ganz leicht.

Und das kann wirklich jeder lernen?
Jeder, der sich darauf einlässt. Das Prinzip ist sehr einfach und schon kleinste Manöver können eine große Wirkung auf unser Leben entfalten.

Wie erreiche ich denn den Theta-Zustand?
Mit entsprechenden Imaginationsübungen geht das binnen Minuten, mit einiger Routine sekundenschnell − man muss nur noch den Schalter umlegen.

Du selbst bist mit reiner Geisteskraft geheilt?
Genau. Reine oder vielmehr hochgradig verunreinigte Geisteskraft hatte mich ja auch beinahe hingerichtet. Komaklinik oder Klapse, das waren nach zwanzig Jahren unvorstellbar extremen Schlafstörungen meine bewussten Optionen. Der Mut der Verzweiflung brachte mich schließlich dazu, mit ThetaHealing etwas auszuprobieren, was für mich damals völlig abgedreht klang. Nach der ersten Behandlung am Telefon geriet ich geradewegs in Ekstase und musste abwechselnd lachen und heulen vor Erleichterung. Ich fühlte mich von einer Energie emporgehoben, die nicht von dieser Welt schien − zumindest nicht von der Welt, die ich bis dahin gekannt hatte.

Inzwischen weiß ich diese Kraft als die Essenz des reinen Bewusstseins zu deuten, deren hochfrequente Schwingung mit der niedrigen Schwingung meines drangsalierten Selbst kollabierte. Das erhebende Schwindelgefühl war die natürliche Konsequenz davon. Ich war im besten Wortsinne vollkommen breit, allerdings ohne die schädlichen Nebenwirkungen einer Droge.

Diese erste Session bedeutete für mich die Initiation in ein neues Welterleben. Von da an wandelte sich mein Bewusstsein im Turbobeschleuniger und mit ihm meine objektive Realität. Denn darum geht es bei aller Heilung: um Bewusstseinswandel. Gesundheit und Wohlbefinden ist unser natürlicher Zustand.

Konntest du dann schlafen?
In den folgenden Nächten wie ein Murmeltier. Dann ging der Wahnsinn von vorne los, nun allerdings von einer realistischen Verheißung auf allmähliche Besserung begleitet. Die Schlafstörungen kamen ja nicht von ungefähr. Ich war durchwuchert von traumatischem Ballast, der auf sexuellen Missbrauch in der Kindheit zurückging. Außerdem war ich hochverschuldet und die alltäglichen Existenznöte untergruben meine Nachtruhe einmal mehr. Es brauchte also weitere Behandlungen und dann wollte ich dieses geniale Zeug selbst lernen, um nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Seitdem entwickelte sich mein Leben in allen Bereichen zum Glücklichen, in einem Tempo, das mir manchmal nicht geheuer war. Heute bin ich nicht nur wunderbar entspannt und finanziell auf hohem Niveau flüssig, sondern mit mir selbst und der Welt in Frieden. Endlich kann ich meine vielseitigen Begabungen leben, ohne mich wie früher dabei auszulaugen.

Was treibt ein „exorbitanter Multifunktionsmensch" so alles – neben der therapeutischen Arbeit und den Seminaren?
Er ruht sich mit der einen Arbeit von der anderen aus. *lacht*
Seit meiner Heilung gibt's kein Halten mehr und meine Ziele wachsen mit meinem freigelegten Potenzial um die Wette. In einem meiner Parallelleben spiele ich Leowee Polyester: Mein kunstseidenes alter ego betreibt als Autorin, Regisseurin und Performerin ein CrossArt-Label namens _himbeergeist. Dabei kooperiere ich auch regelmäßig mit meinem Lebenspartner, der Komponist für atonale Klassik ist und postmodernes Musiktheater inszeniert. Grafik- und Webdesign mache ich nur noch sporadisch. Den Journalismus – ich war zwölf Jahre lang Literaturkritikerin – hab ich vorerst an den Nagel gehängt.

Woher nimmst du die Energie für das alles?
Geheimnis! Im Ernst, wenn du regelmäßig in den höchsten Dimensionen deines Bewusstseins schwebst und über das Sein und Werden meditierst – das ist ja sozusagen meine berufliche Routine –, bleibst du hohen Arbeitsanforderungen auch dauerhaft gewachsen. Na ja, sagen wir meistens. Ich verbringe also sehr viel Zeit im Theta-Zustand. Die Gehirnwellen unseres kreativen Bewusstseins sind unheimlich entspannend. Nach der Session mit einem Klienten fühlt sich nicht nur der Klient wohl, sondern ich selbst bin ebenso frisch aufgetankt. Das ist ja das Geniale daran!

Und das klappt wirklich auch über die Ferne, am Telefon?
Klar, Energie kennt keine Grenzen. Am Telefon klappt es beinahe noch besser, weil wir nicht vom gegenseitigen Anblick unserer Frisuren abgelenkt werden. Da mein Klientel aus dem gesamten deutschsprachigen Raum inklusive Mallorca stammt, arbeite ich sogar zu einem Großteil am Telefon.

Du bezeichnest deinen bewusstseinstechnologischen Ansatz als post-esoterisch. Was meinst du damit?
Post-esoterisch meint, esoterische Konzepte integriert und gleichzeitig überwunden zu haben. Es geht um einen virtuosen Umgang mit den Ideen des New Age innerhalb eines konstruktivistischen Weltbilds. Ich halte zum Beispiel nichts von exklusiven Einweihungen, wie sie in der Esoterikszene vielfach üblich sind. Die einen haben den Zugang zur Quelle, die anderen brauchen erst ein Passwort? Spirituelle Abhängigkeit beginnt schon damit, dass ich die Energie, mit der ich arbeite, als von mir getrennt wahrnehme, Selbstbestimmtheit hingegen damit, mir meiner schöpferischen Essenz bewusst zu werden. Das müssen wir in unserer kirchlich geprägten, spirituell entmündigten Gesellschaft natürlich erst wieder lernen und dafür sind systematische Verfahren und gewisse Rituale durchaus sinnvoll – diese als fiktive Stützräder zu reflektieren und nicht zur gottgegebenen Wahrheit zu deklarieren, ist dabei aber unbedingt wichtig. Heute machen immer mehr Menschen spirituelle Erfahrungen, da es immer mehr Techniken gibt, die ihr Wirkprinzip transparent gestalten und darauf achten, keine neuen Glaubensparadigmen zu errichten. Das globale Bewusstsein steigt dadurch expontenziell an und so ist es für Leute ohne Meditationserfahrung immer leichter, sich in dieses Bewusstsein einzuklinken und Momente der Erleuchtung zu erleben.

Dann bist du sozusagen eine Grenzgängerin zwischen der spirituellen Welt und der Welt der Vernunft?
Diese Welten lassen sich nicht trennen – für mich ist Spiritualität inzwischen das aller Vernünftigste. Ich weise die kollektive Idiotie des Leidens sogar anhand logischer Formeln nach – eine kleine intellektuelle Spielerei, die aber für die praktische Vernunft sehr erhellend sein kann. Das ist wichtig, damit wir uns auf Prozesse einlassen können, die uns letzlich unbegreiflich sind. Denn weder schwebe ich weltentrückt durch lilafarbene Lichtportale, noch zitiere ich halbgare populärwissenschaftliche Erkenntnisse, um die feinstofflichen Aspekte meiner Methode zu rechtfertigen. Meine Maxime ist die Wirksamkeit, da bin ich bei allem theoretischen Erkenntnisinteresse ganz pragmatisch. Ich surfe durch verschiedene Denkmodelle und variiere je nach Bedarf meine Mittel. Wenn jemand geflügelte Einhörner mag oder sich dem Siegel der Pallas Athene verpflichtet fühlt, lasse ich mich darauf ebenso ein wie auf die Hirnplomben eines Kontrollfreaks. Hauptsache, das Wunderbare kann seinen Dienst tun. Wobei die Einhörner mir lieber sind. Engel sind ein figürlicher Ausdruck reiner Essenz. In welcher Gestalt sich dir diese Essenz offenbart, ist lediglich eine Frage der Ästhetik, also der persönlichen Wahrnehmung. Wahrnehmung findet, was sie sucht.

Klingt nach einem kreativen Umgang mit der Realiät.
Genau darum geht es. Ich finde es immer wieder putzig, wenn so genannte Realisten alternative Heilmittel oder auch Gott als Placebo abtun. Ich komme sehr gut ohne Selbstbetrug aus, behaupten sie checkermäßig und ihnen gilt mein aufrichtiges Bedauern, weil sie nicht realisieren, dass sie im Schein der Realität gefangen sind und sich um ihre Macht betrügen, ihre Realität bewusst zu formen.

Wenn Gott ein Placebo ist, dann mit dem Effekt der Selbstbemächtigung. Realismus ist ein Placebo mit dem Effekt der Selbstbeschränkung.

www.thetafloating.com


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